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Über Yoga und die Iyengar-Methode

"Yogas citta-virtti-nirodhah"

Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Schwankungen des Geistes.
- Yoga Sutra 1.2

Yoga ist eine indische philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen und/oder Askese umfasst. Der Begriff Yoga (Sanskrit, von yuj für: "anjochen, zusammenbinden, anspannen, anschirren") kann sowohl als "Vereinigung" oder "Integration" als auch im Sinne von "Anschirren" und "Anspannen" des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration verstanden werden.

Die Iyengar-Methode des Yoga ist eine Yogarichtung, die von Yogacharya Sri B.K.S. Iyengar, geboren 1918, entwickelt wurde, und heute zu einer der meist-praktizierten Yoga-Art der Welt zählt. Im Laufe seiner jahrzehntelangen Übungspraxis erforschte Iyengar jede einzelne Yogahaltung (Asana) in Bezug auf die korrekte Ausrichtung und Wirkung. Die Erfahrungen, die er mit seinem eigenen Körper machte, brachten Iyengar dazu, Hilfsmittel zu benutzen oder auch neu zu entwickeln, so genannte "props" wie rutschfeste Matten, Gurte, Klötze, Polster, Rückenbänke, usw. Die Props ermöglichen den Yoga-Übenden, auch schwierigere Asanas einzunehmen bzw. einfach erscheinende Asanas genauer wahrzunehmen, und werden besonders für Yoga-Therapie verwendet. Dementsprechend ist Iyengar-Yoga für sportliche Menschen genauso geeignet wie für an Einschränkungen leidende Menschen. Letzteren hilft die Yoga-Therapie bei körperlichen wie auch psychischen Problemen.

Yogacharya BKS Iyengar

Yogacharya BKS Iyengar
mit ca. 75 Jahren

Typisch für den kraftvollen und fordernden, aber achtsamen Unterricht im Iyengar-Yoga sind, unter anderem, drei Aspekte:

1. Technik – das in der körperlichen Ausrichtung sehr genaue Arbeiten sowie das gelegentliche Üben mit Hilfsmitteln wie Gurten, Stühlen und Blöcken. Diese erleichtern oder intensivieren die detailgenaue Praxis.

2. Dauer – wie lange bleibt der einzelne Teilnehmer in der Haltung, damit sich eine sowohl dehnende und kräftigende, wie auch biochemische, psycho-mentale Wirkung entfaltet.

3. Sequenz – welche Asanas passen zu den äußeren (z.B. Wetter, Tageszeit) und inneren Bedingungen (nervlicher und körperlicher Zustand der Teilnehmer).

Die Kombination von Technik, Dauer und Sequenz führt zu einer tiefen Durchdringung des Körpers bis ins Zentrum des Seins. Geübte Praktizierende erleben Asanas als eine Art der Meditation. B.K.S. Iyengar sagt: "Asana ist Meditation in Aktion."

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