Yoga ist ein Begriff, der sowohl als "Vereinigung" oder "Integration" als auch im Sinne von "Anschirren" und "Anspannen" des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration verstanden werden kann.
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Yogacharya B.K.S. Iyengar
mit ca. 75 Jahren
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Die Iyengar-Methode des Yoga ist eine Yogarichtung, die von Yogacharya B.K.S. Iyengar, geboren 1918, entwickelt wurde. Sie zählt heute zu einer der am weitest verbreiteten und meist praktizierten Yoga-Schulen der Welt. Diese Methode betont u.a. eine präzise Ausrichtung des Körpers und entwickelt Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Ausgleich. Es werden Hilfsmittel wie z.B. rutschfeste Matten, Gurte, Klötze, Polster, Rückenbänke, usw. verwendet. Diese Hilfsmittel ermöglichen den Yoga-Übenden, auch schwierigere Asanas einzunehmen bzw. einfach erscheinende Asanas genauer wahrzunehmen, und werden insbesondere für Yoga-Therapie verwendet. Dementsprechend ist die Iyengar-Methode für sportliche Menschen genauso geeignet wie für Menschen mit Einschränkungen, Schwangere, oder Personen mit besonderen Bedürfnissen.
Im Unterricht des Iyengar-Yoga, der sowohl kräftigend und fordernd, als auch achtsam ist, werden u.a. drei Aspekte berücksichtigt:
1. Technik – das in der körperlichen Ausrichtung sehr genaue Arbeiten sowie das gelegentliche Üben mit Hilfsmitteln wie Gurten, Stühlen und Blöcken. Diese erleichtern oder intensivieren die detailgenaue Praxis.
2. Dauer – Länge, die der einzelne Teilnehmer in der Haltung bleibt, damit sich eine sowohl dehnende und kräftigende, wie auch biochemische, psycho-mentale Wirkung entfaltet.
3. Sequenz – Anpassung der Asanas an äußere (z.B. Wetter, Tageszeit) und innere Bedingungen (psychischer und körperlicher Zustand der Teilnehmer); Variation der Reihenfolge der Asanas, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Die Kombination von Technik, Dauer und Sequenz führt zu einer tiefen Durchdringung des Körpers und Geistes bis ins Zentrum des Seins. Geübte Praktizierende des Iyengar-Yoga erleben Asana und Pranayama (yogische Atemübungen) als eine Art der Meditation. Durch diese Erfahrung von "Meditation in der Bewegung" lernen Schüler, vollkommen und lebendig im gegenwärtigen Augenblick zu sein.
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